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Elmar Hartmann (rechts) erhält den Hans Huber Anerkennungspreis, weil er den Berufsnachwuchs fördert und auf Chancengleichheit setzt – hier im Ausbildungsgespräch mit den Lehrlingen Martina Gerzabek und Simon Bertel.

Elmar Hartmann ist für den Anerkennungspreis der Hans Huber Stiftung nominiert

09. September 2016 | 10:55 Autor: salcom.biz Public Relations Österreich, Schweiz, Vorarlberg

Schruns/Heerbrugg (A/CH) Er bildet Lehrlinge wie kein anderer aus: Elmar Hartmann, Geschäftsführer der Gantner Electronic GmbH in Schruns, wird für seine vorbildliche Lehrlingsausbildung und Förderung der Chancengleichheit geehrt. Die Hans Huber Stiftung hat ihn für den Anerkennungspreis nominiert, weil das Unternehmen aus ihren eigenen Lehrlingen gefragte Fachkräfte macht.

«Elmar Hartmann ist ein Chef zum Anfassen», sagt Christian Fiechter, Präsident der Hans Huber Stiftung, über den Unternehmer der High-Tech-Firma Gantner. «Er ist persönlich für seine Lehrlinge da. Er stärkt und fördert die Berufsbildung konsequent mit seinem kollegialen Führungsstil und wirtschaftspädagogischen Flair.» Die Nominierung des Anerkennungspreises habe sich Hartmann aufgrund seines eindrücklichen internen Ausbildungssystems für seine Lehrlinge verdient. Auch die Förderung der Chancengleichheit sei beeindruckend: Der Anteil Frauen in einer sonst männerdominierten Branche beträgt über 30 Prozent.

Fachkräfte in Tourismustal locken
Die Firma hat einmal klein angefangen: Wilhelm Gantner gründete vor gut 30 Jahren einen Einmannbetrieb, der heute mit über 200 Mitarbeitenden als Technologieführer im Bereich Personenidentifikation gilt – zum Beispiel für Zutritts- und Schrankschliesssysteme von Freizeitanlagen, Zeiterfassungssysteme für Personal oder bargeldlose Bezahlsysteme. Er legte stets grossen Wert darauf, dass ein Unternehmen im Bereich der Lehrlingsausbildung zu den Besten gehört und die Bedeutung der Lehre in der Gesellschaft gestärkt wird. Elmar Hartmann entwickelt diese Vision weiter, erklärt Fiechter:  «Die Herausforderung ist, hochqualifizierte Mitarbeitende in ein Vorarlberger Tourismustal zu locken.» Insbesondere in den letzten Jahren sei der Bedarf besonders hoch gewesen, sagt Hartmann: Das stark wachsende Unternehmen in einem hoch spezialisierten Markt hätte weder mit Grösse noch mit hoher Bekanntheit punkten können. Deshalb begann Hartmann gezielt, die Leute so auszubilden, wie er sie braucht.

Fokus liegt auf den Lernenden
«Elmar Hartmann wollte gute Lehrlinge finden und hat letztlich langjährige Fachkräfte gewonnen», sagt Fiechter. So zum Beispiel auch den Lehrlingsausbildner Leander Gassner, der einst selbst die Lehre im Unternehmen absolvierte und nun seit vielen Jahren leidenschaftlich Lernende ausbildet. «Nach der Firmenmaxime ‹Wir organisieren Unternehmen› lernen die jungen Arbeitnehmer bereits früh, was es heisst, Schnittstellen sauber aufeinander abzustimmen.» Und dies geschehe ganz praktisch: «Anhand eines systemischen Ansatzes sollen Lernende erfahren, wie ein Unternehmen im Ganzen funktioniert. Die Ausbildung ist dementsprechend ganzheitlich konzipiert: Fachliche und soziale Kompetenz, Eigeninitiative, Selbstständigkeit und Kreativität werden gleichermassen gefördert.» Dabei kommt das Rotationsmodell zum Zug, womit die angehenden Berufsleute Einblicke in die verschiedensten Unternehmens- und Fachbereiche erhalten. Ausserdem können sie bei firmenübergreifenden Projekten mitarbeiten.

Chancengleichheit ohne Quotenvernarrtheit
Christian Fiechter ist überzeugt, dass die Förderung des Frauenanteils vorbildlich erfolge: «Die eigenen Lehrtöchter motivieren Schülerinnen, klassische Rollen- und Berufsbilder zu durchbrechen und zeigen ihnen auf, dass vermeintliche Männerberufe durchaus auch für Frauen interessant sein können.» Das Unternehmen dürfe stolz darauf sein, dass seine auszubildenden Frauen immer zu den besten des Landes gehören. Hartmann stärkster Lehrling war sogar eine Frau. Das sei echte Chancengleichheit ohne Quotenvernarrtheit.

Wirtschaftliches und pädagogisches Flair
Elmar Hartmann selbst hat zwar keine Lehre absolviert, sondern Wirtschaftspädagogik studiert. Fiechter: «Er ist das beste Beispiel dafür, wie man aufgrund seiner Eignungen und Neigungen das Beste zur Wirtschaftsentwicklung beitragen kann.» Die zweistelligen Wachstumsraten und die hohe Loyalität der Mitarbeitenden der letzten Jahre sprächen für sich: «Wissensvermittlung und Persönlichkeitsbildung ist ihm gleichermassen wichtig.» Der Fachkräftemangel treffe seine Firma besonders. «Deshalb geht seine Ausbildungsstrategie weit über die Lehre hinaus: Sie zeigt, dass die Lehre eine ausgezeichnete Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Karriere und ein erfolgreiches Unternehmen sein kann».

    Gantner Electronic GmbH

    Montafonerstr. 8, 6780 Schruns, Österreich
    +43 5556 73784-0

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    Hans Huber Stiftung

    Nefenstrasse 30, 9435 Heerbrugg, Schweiz
    +41 71 727 51 02

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