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Sefar Architecture-Gewebe jetzt auch im Straßenverkehr

07. April 2014 | 08:00 Autor: MARK.KOM Schweiz

Heiden (CH) Norwegen ist bekannt für unberührte Natur und tiefe Fjorde. Und jetzt auch für einen besonderen Tunnel. Selbstredend unterirdisch angelegt, verändert er dennoch mit einem markanten Turm, dem Ventilation Tower, das Stadtbild von Oslo.

Wie viele Großstädte leidet auch die norwegische Kapitale unter einem hohen Verkehrsaufkommen und der damit verbundenen Luftverschmutzung. Besonders betroffen sind öffentliche Knotenpunkte. Mit dem Verkehr verändert sich das Stadtbild – am Beispiel Oslo im positiven Sinn. So war dem Land sehr daran gelegen, eine Lösung von skandinavischer Leichtigkeit zu finden, die sich quasi natürlich in die Landschaft integriert und der Innenstadt von Oslo ein Stück Ruhe zurückgibt.

Das öffentliche Straßenbauamt Norwegen zog die Konsequenz – und verlegte eine viel befahrene Innenstadt-Tangentiale unter die Erde. Für den erforderlichen Ventilationsschacht, der als Luftabzugsvorrichtung dient, entschied sich die Textil Bau GmbH, Hamburg, die als Generalunternehmer auch für das Engineering verantwortlich zeichnet, für eine Lösung mit technischem Gewebe. Auftraggeber und Generalunternehmer waren sich des besonderen Einflusses durch die hohe Luftbelastung bewusst, wollten aber entsprechendem Wartungs- und Reinigungsaufwand entgegenwirken. Für den sog. Ventilation Tower wurde deshalb SEFAR® Architecture TENARA® Fabric 4T40HF, bekannt für die ausgesprochen schmutzabweisende und selbstreinigende Oberfläche, ausgewählt.

Neue Größe im Stadtbild
Mit einer Fläche von ca. 340 qm (ca. 19 m Höhe und bis zu ca. 6,40 m im Durchmesser) ist die Membrankonstruktion heute ein überragender Blickfang. Eine verzinkte Primärstahlkonstruktion bildet das Gerüst für die Verkleidung mit einer vorgespannten Membran, die im Kopfpunkt am oberen Stahlring der primären Konstruktion und im Fußpunkt auf einem Betonring befestigt ist. Im Turm muss, bedingt durch die Ventilatoren, mit einer maximalen Windgeschwindigkeit von 20 m/s gerechnet werden. Deshalb stützen horizontal sog. Floating Rings, Stahlringe aus Quadrathohlprofilen, die beiden mittleren Drittelspunkte der in drei annähernd gleich große Segmente unterteilten Membran. Damit der erwünschte Kamineffekt aber tatsächlich eintreten kann, braucht es mehr: Zusätzlich wurde der äußere Membranlappen im Fußpunkt an das Winkelprofil geklemmt, das die Verbindung an den Betonring gewährleistet. Damit ist die Verbindung luftdicht.

Zum Schutz vor Vandalismus ist heute das untere Drittel der Membran mit einem Zaun umrandet, der in Zukunft begrünt werden soll. So kann sich der Turm mittelfristig als nahezu „gewachsenes“ Element in die urbane Umgebung einfügen.

  • uploads/pics/3_Sefar_Oslo-wirtschaftszeit.JPG

Sefar AG | Architecture

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